Videos einbinden

Bei meiner aktuellen Arbeit geht es zu einem wesentlichen Teil um die Darstellung von Filmausschnitten. Da ich zum ersten Mal mit dieser Materie in Berührung komme, ist dies auch für mich eine Herausforderung. Deshalb halte ich meine Erkenntnisse in diesem Post fest, damit Ihr bei euren Projekten ein bisschen weniger Arbeit auf euch nehmen müsst.

Die grösste Herausforderung ist ganz klar die Wahl des Players. Es gibt hier verschiedene Ansätze, die ich erläutern möchte:

Download- Link

Oft werden ja die einfachsten Lösungen vergessen, weshalb ich diese hier noch mal erwähnt haben möchte. Die einfachste Methode ein Video anzubieten ist sicher, das Video einfach zum Download anzubieten. Dies hat den Vorteil, dass ein Download- Link sicherlich in jedes Webdesign passt. Das war’s dann aber auch schon mit den Vorteilen. Anders sieht’s da bei den Nachteilen aus: Wenn man dem User einen Download anbietet liegt die ganze Aufgabe des Player- Evaluierens beim User. Bei erfahrenen Benutzern ist das wahrscheinlich nicht so schlimm. Somit ist es durchaus möglich, diese Variante auf einer Techie- Seite anzuwenden. Wenn man aber vom normalen Otto- Normalverbraucher erwartet, dass er alle gängigen Videocodes auf seinem Rechner installiert hat oder diese ohne weiteres nachlädt, um einen Film anzusehen, von dem er im vornherein noch gar nichts weiss (auch nicht, ob der Film Ihn wirklich interessiert), dann ist man ganz klar auf dem Holzweg.
Mein Rat also: Finger weg von dieser Methodik, ausser man ist an der Entwicklung einer Technikseite für Leute mit Vorliebe für die unendlichen Weiten der Videoformate.

Eingebettete Videos

Diese zweite Methode war vor ein paar Jahren eine ziemliche beliebte Variante Benutzern Videos zugänglich zu machen. Man bettet einfach einen Videoplayer, den jeder hat, in die eigene Seite ein und hinterlegt diesem Player den Link zum abzuspielenden Video. Das Video spielt ab, der Benutzer braucht sich um nichts zu kümmern, die Welt ist in Ordnung… Wirklich? Nein natürlich nicht! Es gibt nämlich keinen Videoplayer, den jeder hat! OK, die meisten haben wirklich den Windows Media Player auf dem Rechner. Nur was ist mit all den Linuxern und Mac- Heads? Wir (ich gehöre zu den Letzteren) haben diesen Windows Media Player nicht auf unseren Maschinen, somit erscheint bei uns im besten Fall eine Meldung, wir sollen doch bitte den Windows Media Player installieren. Nur das geht ja gar nicht, da es diesen Player nicht für unsere Betriebssysteme gibt und es darüber hinaus auch meinen Stolz verletzen würde, einen solchen Player zu installieren (An dieser Stelle eine kleine Werbung am Rande: Benutzt VLC, egal auf welcher Plattform Ihr arbeitet!).

Video Communities

Nachdem sogar der amerikanische Präsident, Barack Obama, auf YouTube setzt, dachte ich mir, ich sollte diese Möglichkeit auch in Betracht ziehen. Ich finde, es ist eine extrem hippe Idee, ganz einfach den YouTube- Player einzubetten und den Benutzern somit einen Player zu geben, den Sie kennen. Auch wenn es sich um eine hochseriöse Firma handelt, sehe ich keinen Grund, wieso man nicht einen Player verwenden soll, der anscheinend von aller Welt gemocht wird. Ach warte: Da gibt’s doch ein paar: Videos dürfen eine maximale Dauer von 10 Minuten nicht überschreiten. Ausserdem wird Werbung in die Videos eingeblendet! Diese zwei Punkte sind wahrscheinlich nicht für alle so schlimm. Allerdings ist es in meinem Fall nicht erwünscht.

Es gibt natürlich noch Alternativen zu YouTube, welche aber alle demselben Prinzip zu Grunde liegen: Videos werden vom Dienstleister gehostet und können kommentiert werden, im Gegenzug wird Werbung eingeblendet. Ich möchte euch bei dieser Gelegenheit noch diese Video- Community ans Herz legen: vimeo.com. Der Player gefällt mir sehr und die Videos scheinen auch ein wenig schöner dargestellt zu werden als bei YouTube. Ausserdem ist man es mit der Zeit ein wenig Leid, nur den YouTube- Player zu sehen, und vimeo ist da wirklich eine gute Alternative.

Fazit: Den Player von Video- Communities einzubetten kann durchaus die richtige Lösung sein. Wenn man mit der Werbung und Längeneinschränkung leben kann oder gewillt ist, Geld für diese Dienstleistung auszugeben ist dies wahrscheinlich die einfachste und beste Lösung.

Opensource Flash- Player

Da YouTube und Konsorten einen Flash- Player zur Darstellung der Videos verwendet, liegt es nahe, einfach selbst einen Flash- Player anzubieten. Klar muss man auf diese Weise die Videos selbst hosten. Allerdings habe ich bis anhin immer viel zu viel Platz von meinem Webhoster zur Verfügung gestellt bekommen. Auch nicht vergessen werden darf der Traffic, aber auch hier fahre ich ganz gut mit meinem Webhoster, der mir einen unlimitierten Traffic- Verbrauch anbietet.

Da man nicht immer gleich das Rad neu erfinden muss und ich zugegebenermassen in Flash überhaupt nicht fit bin, habe mich also auf die Suche nach einem geeigneten Opensource Flash- Player gemacht und bin dann auf dieser Seite gelandet: http://www.video-flash.de/index/ubersicht-flv-player/

Hier werden mehrere Player vorgestellt und wahrscheinlich findet hier jeder den für Ihn am besten passenden Player. Ich persönlich habe mich für den JW Player entschieden. Dieser bietet alle gewünschten Features, eine laufende Entwicklung und diverse PlugIns, unter Anderem auch ein HD- Plugin. Ausserdem trifft man diesen Player hie und da im Internet an, weshalb er einigen Benutzern nicht völlig fremd vorkommt.

Ein Problem bleibt allerdings noch: Unsere Freunde mit einem Linux- Betriebssystem haben grösste Mühe mit Flash. Sie werden also mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit auch Probleme mit dem JW Player haben. Ich empfehle deshalb die Video- Dateien parallel zur Anzeige via Flash- Player zusätzlich noch als Download Link verfügbar zu machen. Klar wiederspricht dies jetzt völlig meiner Aussage aus dem ersten Teil dieses Posts, aber seien wir doch mal ehrlich: Wer Linux auf der Kiste hat, ist ein Techie! Ein Linuxer wird sicherlich keine Mühe haben, die Datei nach dem Download zu öffnen.

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